Umzug ins Pflegeheim: Worum sich Angehörige kümmern müssen

Wer alternde Angehörige hat, kennt die Sorge gut: Wie lange wird meine Mutter, mein Vater, meine Schwester noch in der eigenen Immobilie zurechtkommen? Irgendwann führt in vielen Fällen kein Weg an einem Umzug ins Pflegeheim vorbei. Sie als Angehörige müssen dann viele Aufgaben auf einmal stemmen: Pflegeheim finden, den Umzug organisieren, die Immobilie verkaufen und Ihrer oder Ihrem Verwandten die Umstellung so leicht wie möglich machen. Sie sparen sich dabei viel Stress, wenn Sie zuerst einmal genau planen, was alles zu tun ist.

Viele Menschen versuchen, wenn ihre Eltern oder Angehörigen pflegebedürftig werden, neben dem eigenen Berufsalltag die Pflege und Betreuung so lange wie möglich selbst zu übernehmen. Bis die Belastung komplett überhandnimmt und klar wird: so geht es nicht weiter. Ist dann die Entscheidung für einen Umzug ins Pflegeheim gefallen – welches sind die nächsten Schritte?

Geeignete Pflegeeinrichtung finden

Ihre Suche nach einer geeigneten Pflegeeinrichtung beginnen Sie wahrscheinlich mit einer Internetrecherche. Wesentliche Auswahlkriterien sind zunächst die Lage der Einrichtung – etwa die Nähe zu Ihrem Wohnort –, die Preise und die Pflegeschwerpunkte. Ihre Finanzierungsmöglichkeiten müssen Sie selbstverständlich ebenso im Blick behalten wie das Ambiente und die Pflegeleistungen, die für Ihren Angehörigen wichtig sind. Die sogenannten Pflegenoten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen können eine Orientierungshilfe sein. Weitaus aufschlussreicher ist es aber, zu den infrage kommenden Pflegeheimen selbst hinzufahren und sich vor Ort ein Bild zu machen. Sprechen Sie nicht nur mit der Heimleitung, sondern auch mit Bewohnern und Pflegekräften. Dabei lässt sich in der Regel recht gut beobachten, ob der Umgang mit den Bewohnern liebevoll und herzlich ist.

Umzug organisieren und Ihren Angehörigen begleiten

Ein neues Zuhause in einer fachlich versiert und liebevoll geführten Pflegeeinrichtung kann auch eine Chance auf einen neuen, positiven Lebensabschnitt sein. Trotzdem haben die meisten alten Menschen Angst davor, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie Ihrem Angehörigen die Umstellung so leicht wie möglich machen. Dazu gehört Ihre liebevolle und verständnisvolle Begleitung ebenso wie Ihr tatkräftiges Zupacken, wenn es um den Umzug geht. Beim Umzug kann es allerdings eher kontraproduktiv sein, wenn Sie versuchen, alles allein in die Hand zu nehmen. Stattdessen gilt es, Dienstleister zu finden, die Ihnen möglichst viel abnehmen, damit der Umzugsstress die ohnehin schwierige Situation nicht noch zusätzlich verschärft.

Immobilie verkaufen

Parallel zur Suche nach dem Pflegeheim und zum Umzug mit allen seinen Herausforderungen muss oft auch noch darüber nachgedacht werden, was mit der Immobilie Ihres pflegebedürftigen Angehörigen nun geschehen soll. Ein Verkauf kann eine sinnvolle Option sein, möglicherweise auch, um die Finanzierung der Pflegekosten zu gewährleisten. Auch in diesem Punkt gilt das gleiche wie beim Umzug – es empfiehlt sich, die Sache einem Profi zu überlassen. Wer sich beim Verkauf von einem lokalen Immobilienmakler unterstützen lässt, spart sehr viel Zeit und Arbeit. Und für Sie gibt es nun wirklich schon mehr als genug, worum Sie sich kümmern müssen. Außerdem haben Sie die Gewähr, dass mit Hilfe des Profi-Maklers ein marktgerechter Verkaufspreis erzielt wird.

 

Benötigen Sie Beratung zum Umgang mit der Immobilie Ihres pflegebedürftigen Angehörigen oder Unterstützung beim Verkauf? Kontaktieren Sie uns!

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.aok.de/pk/uni/inhalt/pflegeheim-finden-3/

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/pflege-im-heim/so-finden-sie-das-passende-pflegeheim-12023

https://www.pflege-durch-angehoerige.de/produkte-dienstleistungen/immobilien/hausverkauf-alter/

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: ©Feverpitch/Depositphotos.com

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